Ganzheitliches Atmen
mit Sascha und Chiva
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Rahmen und Ablauf

 

Wir bieten das ganzheitliche Atmen im Rahmen eines Wochenend-Seminars mit zwei Übernachtung in einem Selbstversorger-Haus bei Solingen an, das wunderschön in der freien Natur gelegen ist. Für die individuelle und die Gruppen-Erfahrung ist es sehr unterstützend, aus der Alltagsumgebung herauszutreten und sich voll auf den Prozess einzulassen. Für die frische vegane Vollverpflegung (optional mit vegetarischen Beilagen) engagieren wir einen ayurvedischen Koch oder Köchin. Kleine freiwillige Küchendienste tragen zur Integration der Erfahrungen bei und unterstützen das Gemeinschaftsgefühl. Durch die Kombination aus hervorragender Verpflegung und einfacher Unterkunft hoffen wir auch Menschen mit einem niedrigem Einkommen zu erreichen.

Die maximale Gruppengröße beträgt 14 Teilnehmer*innen. Jeder ist einmal Atmender und einmal Beisitzender.

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Zeitplan

Freitag: Anreise ab 16 Uhr, Abendbrot 19 Uhr, Einführungsveranstaltung, Kennenlernen, Kontakt- und Stimmübungen, Paar-Bildung, Fragen und Antworten: 20 Uhr

 

Samstag: Frühstück 8.00 Uhr, erste Atemsitzung 09-12:30 Uhr, Mittagessen 13 Uhr, Pause und/oder offenes Forum: malen, schreiben, meditieren, nachspüren; 14-16 Uhr. Zweite Atemsitzung 16-19.30 Uhr, Abendbrot 20 Uhr. Ab 21 Uhr offenes Forum: malen, schreiben, meditieren, musizieren, nachspüren.

 

Sonntag: Frühstück: 09 Uhr, 10-13 Uhr Sharing und Abschluss. 13 Uhr Mittagessen und Abreise

Kosten

Die Seminarkosten inkl. Unterkunft und Vollverpflegung belaufen sich auf 200,- Euro ermäßigt und 250,- Euro regulär. 

Die nächsten Termine​

29.-31.10. und 10.-12.12. bei Solingen

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Stabilität und Gesundheit

Das ganzheitliche Atmen nach Stanislav Grof wird auf der körperlichen Ebene vor allem durch eine willentlich beschleunigte Atmung für einige Minuten bzw. nach eigenem Ermessen (Hyperventilation) eingeleitet. Diese soll und kann zu einer verstärkten Wahrnehmung und Auseinandersetzung mit den eigenen Gefühlen, mit biografischen Ereignissen und spirituellen Inhalten führen. Der Atemprozess wird durch Musikstücke (vorwiegend Trommel, Gesang und Klassik aus aller Welt) begleitet, die in einem ca. drei-stündigen Verlauf verschiedene Stimmungen inspirieren, aktivieren und zum Ende hin beruhigen und integrieren helfen sollen.

 

Die Hyperventilation kann zu Kribbeln und Spannungen im Mund- und Kieferbereich sowie in den Armen und Händen führen (Hyperventilationstetanie). Diese Effekte verschwinden kurz nach dem Ende der willentlich beschleunigten Atmung wieder. Die Hyperventilation wird nur eingesetzt, um den Prozess zu initiieren und ihn nach Bedarf zu verstärken. Ca. 95% der Sitzung atmen die Teilnehmenden natürlich, d.h. intuitiv und situativ. Im ganzheitlichen Atmen werden die Teilnehmenden ermutigt, ihren auftauchenden Gefühlen Ausdruck zu verleihen (aufdeckende Methode). Dabei kann potentiell das gesamte Spektrum aller möglichen Gefühle erlebt bzw. wieder erlebt werden. Die Atmenden sind sich in diesem Prozess des Geschehens bewusst, sind zeitlich und räumlich in der Regel voll oder leicht eingeschränkt orientiert, ansprechbar, in der Lage sich mitzuteilen und das Geschehen rational zu bewerten und zu beeinflussen. Gegebenenfalls kann es subjektiv mühsam erscheinen und kurze Zeit dauern, den eigenen Fokus vom emotionalen Erleben auf die Ansprache von außen zu richten und zu reagieren.

 

Die jeweils beisitzenden Personen sowie die Seminarleitung haben die Aufgabe, das Erleben und den Ausdruck der Atmenden ermutigend und schützend zu unterstützen. Sie achten darauf, dass sich die Atmenden nicht stoßen, stolpern oder versehentlich den Raum eines anderen Atmenden betreten. Die Art und Weise, wie diese Unterstützung geleistet wird, ist Gegenstand einer eingehend Besprechung am Vortag der Atemsitzungen. Dennoch besteht, wie bei jeder anderen körperlichen Aktivität, immer das Restrisiko einer Verletzung. Außer bei grob fahrlässigen Handlungen oder Unterlassungen der Seminarleitung tragen die Teilnehmenden jederzeit die Verantwortung für ihre Gesundheit und mögliche Unfallfolgen im Zuge der Veranstaltung. Teilnehmende sind aufgefordert, sich bei Fragen und Unsicherheiten auch und gerade im Atemprozess jederzeit an die Seminarleitung zu wenden.

 

Durch das mögliche Auftauchen emotionaler biographischer Erinnerungen kann ein psychologischer Prozess in Gang gesetzt werden, der über den Seminar-Zeitraum hinweg andauern kann. Daher wird die Teilnahme in akuten Lebenskrisen und unbeabsichtigt chaotischen bzw. prekären Lebensumständen nicht empfohlen. Der Veranstalter gibt generell kein Heilversprechen ab und empfiehlt die Atemsitzung nicht als Ersatz zu wissenschaftlich anerkannten Therapiemethoden.

 

Im ganzheitlichen Atmen ist die vertrauensvolle und unterstützende Gruppenerfahrung von zentraler Bedeutung. Die Teilnehmenden bemühen sich um eine transparente achtsame und fokussierte Kommunikation. Insbesondere nach den Atemsitzungen richten sich Teilnehmende mit erhöhtem Gesprächsbedarf wenn möglich an die Seminarleitung. Über die gehörten oder beobachteten Erfahrungen anderer wird striktes Stillschweigen gegenüber Nicht-Teilnehmenden oder, im Fall eines Vier-Augen-Gesprächs, auch gegenüber nicht eingeweihten Teilnehmenden vereinbart. Der Veranstalter behält sich im Konfliktfall als letztes Mittel vor, Teilnehmende von der laufenden Veranstaltung auszuschließen, wenn er es für nötig hält, um eine akute oder befürchtete Grenzüberschreitung oder Gefährdung abzuwenden, bzw. den sicheren und ungestörten Fortgang der Veranstaltung zu gewährleisten. In diesem Fall erhält der entlassene Teilnehmende die vollen Seminarkosten vom Veranstalter zurück.

 

Die Teilnehmenden sind aufgefordert, sich über die zum Veranstaltungszeitpunk geltenden Bestimmungen der Corona-Schutzverordnung zu informieren. Das Hygienekonzept besteht darin, dass die Teilnahme an der Veranstaltung nur mit einem tagesaktuellen negativen Covid-Schnelltest vom  (Testzentrum) , einer vollständigen Impfung oder dem Nachweis einer Überstandenen Infektion möglich ist sowie mit der Einhaltung der AHA-Regeln.

 

Die folgenden Lebens- bzw. Gesundheits-Situationen bedürfen unbedingt der Rücksprache mit dem Veranstalter und können ggf. gegen die Teilnahme an der Veranstaltung sprechen:

Herz-Kreislauf-Erkrankungen, einschließlich Herzinfarkt und Gefäßoperationen, Bluthochdruck, Schizophrenie, Bipolarer Störung und Psychosen (vergangen und akut), akute Depression mit Suizidgedanken, Epilepsie, ansteckende oder übertragbare Krankheiten, Operationen innerhalb des letzten Jahres, Abhängigkeit von Alkohol, Drogen oder Medikamenten, Osteoporose, Grüner Star (Glaukom) , Asthma, Schwangerschaft, Bandscheibenvorfall, Diabetes.